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Titel: 
VOM STAATSORDEN ZUR „FREIEN VEREINIGUNG VON GELEHRTEN UND KÜNSTLERN“
VOM STAATSORDEN ZUR „FREIEN VEREINIGUNG VON GELEHRTEN UND KÜNSTLERN“






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Portrait Adolf von Harnack

Der baltendeutsche Theologe und Kirchenhistoriker Adolf Harnack (1851–1930), geadelt 1914, wuchs in der Universitätsstadt Dorpat (heute Tartu) auf. Er erwarb als Professor für Evangelische Theologie in Leipzig, Gießen, Marburg und Berlin internationalen Ruhm, vor allem durch seine Erforschung der christlichen Dogmengeschichte.

Darüber hinaus wurde er als preußischer Wissenschaftsorganisator bekannt, u.a. als Vorsitzender der Königlich Preußischen Akademie der Wissenschaften, Generaldirektor der Berliner Königlichen Bibliothek und erster Präsident der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften. Deren Nachfolgerin, die Max-Planck-Gesellschaft, verleiht bis heute als höchste Auszeichnung die Adolf-von-Harnack-Medaille.

In der Politik setzte er sich u.a. für Sozialreformen und die Frauenbewegung ein und wirkte an der Formulierung der Weimarer Verfassung mit.