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Titel: 
VOM STAATSORDEN ZUR „FREIEN VEREINIGUNG VON GELEHRTEN UND KÜNSTLERN“
VOM STAATSORDEN ZUR „FREIEN VEREINIGUNG VON GELEHRTEN UND KÜNSTLERN“






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Beschluß des Staatsministeriums über die Umgestaltung des früheren Ordens Pour le mérite für Wissenschaften und Künste durch Änderung von Satzungsbestimmungen, 4. März 1924
→ darauf u. a. mit Rotstift der Vermerk: „aufgehoben [Tagebuch] 7192/39“ [siehe Seite 5]

Die sechs Zuwahlen des Jahres 1920 erhielten jedoch keine Genehmigung durch das Preußische Staatsministerium. Dieses sprach sich zwar für den Erhalt des Ordens aus, bestand in seiner Sitzung vom 19. August 1921 jedoch auf einer Änderung der Ordenssatzung, um den Vorgaben der Weimarer Reichsverfassung zu entsprechen, die eine Verleihung von Orden und Ehrenzeichen durch den Staat verbot.

Auf der Grundlage der vom Ordenskanzler Adolf von Harnack ausgearbeiteten Vorschläge, beschloß das Staatsministerium am 4. März 1924 die neue Ordenssatzung. Erst auf dieser Basis erhielten die von der preußischen Regierung 1923 genehmigten Zuwahlen ihre Gültigkeit.

Da der Zoologe und Biologe Oscar Hertwig bereits 1922 verstorben war, konnte er nicht mehr rechtmäßig als Ordensmitglied aufgenommen werden. An seiner Stelle wurde 1924 Hertwigs jüngerer Bruder Richard (1850–1937) zum Ordensritter gewählt, der sich ebenfalls als Zoologe internationale Anerkennung erworben hatte.

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