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Titel: 
BEHAUPTUNGSVERSUCHE DES ORDENS UNTER NATIONALSOZIALISTISCHER HERRSCHAFT
BEHAUPTUNGSVERSUCHE DES ORDENS UNTER NATIONALSOZIALISTISCHER HERRSCHAFT






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Unliebsame Mitglieder des Ordens Pour le mérite nach der nationalsozialistischen Machtübernahme: Karl Vossler, Richard Willstätter, Ernst Barlach, Käthe Kollwitz

Porträt Ernst Barlach

Ernst Heinrich Barlachs (1870–1938) künstlerisches Talent wurde bereits seit früher Kindheit gefördert. Nach seinen Kunststudien in Hamburg und Dresden und seinem schriftstellerischen Wirken in Paris lebte Barlach ab 1897 als freischaffender Künstler und übernahm als Grafiker die Illustration verschiedener Zeitschriften, z.B. des „Simplizissimus“.

Barlach gilt als ein bedeutender Vertreter des deutschen Expressionismus. Sein bildhauerisches Werk ist unter anderem durch seine 1906 unternommene Rußlandreise stark beeinflußt und stellt den von gesellschaftlichen Konventionen befreiten Menschen in den Mittelpunkt.

Nach 1933 wurden seine als „entartete Kunst“ gebrandmarkten Werke schrittweise aus dem öffentlichen Raum entfernt. 1937 wurde er mit einem Ausstellungsverbot belegt und ein Jahr später zum Austritt aus der Preußischen Akademie der Künste gezwungen.

Barlach und der Kunsthistoriker Heinrich Wölfflin (1864–1945) wurden 1933 in den Orden gewählt und waren bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges die letzten neuen Mitglieder des Ordens Pour le mérite für Wissenschaften und Künste.