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Titel: 
BEHAUPTUNGSVERSUCHE DES ORDENS UNTER NATIONALSOZIALISTISCHER HERRSCHAFT
BEHAUPTUNGSVERSUCHE DES ORDENS UNTER NATIONALSOZIALISTISCHER HERRSCHAFT






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Weiterführung des Ordens Pour le mérite und faktisches Ende des Ordens, 1938/1940

Vorstoß des Ordenskanzlers Max Planck beim Preußischen Ministerpräsidenten Hermann Göring über das Weiterbestehen des Ordens Pour le mérite und Mahnung vor dem Zerfall des Ordens ohne eine zeitgemäße Erneuerung, Berlin, 25. November 1938 mit zwei Anlagen (den Satzungen und dem Verzeichnis der Ordensritter, Stand 1. November 1938)

Max Planck wurde 1915 in den Orden Pour le mérite für Wissenschaften und Künste aufgenommen. Er leitete ihn von 1925 bis 1930 als Vizekanzler und ab 1930 bis zu seinem Tod 1947 als Kanzler.

Im November 1938 wandte sich Planck an Hermann Göring in dessen Eigenschaft als Preußischer Ministerpräsident mit der Bitte, Neuwahlen für den Orden zuzulassen. Seit der Preußische Kultusminister im Januar 1934 Planck angewiesen hatte, keine Wahlen bis zur Verabschiedung einer neuen gesetzlichen Regelung durchzuführen, waren über ein Drittel der deutschen Ordensritter verstorben.

In der Verordnung zur Ausführung des Gesetzes über Titel, Orden und Ehrenzeichen vom 14. November 1935 wurde in § 1 Abs. 3 bestimmt „Das Recht zum Tragen der Abzeichen der Freien Vereinigung von Gelehrten und Künstlern (Orden pour le mérite für Wissenschaften und Künste) wird besonders geregelt“.

Um das absehbare Erlöschen des Ordens zu verhindern, bot Planck nicht nur seinen Rücktritt als Kanzler, sondern auch als Ordensritter an. Da Planck von den Nationalsozialisten zunehmend angefeindet wurde und seine wichtigsten Ämter aufgeben mußte, lag dieser Schritt nahe.

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