Adolf Butenandt

Biochemiker

Geboren am 24. März 1903 in Wesermünde
Gestorben am 18. Januar 1995 in München

Studium in Marburg und Göttingen, Promotion 1927 bei A. Windaus (1952). Als eigenes Arbeitsgebiet wählte Butenandt die Erforschung der Keimdrüsenhormone. Für die Isolierung und Strukturbestimmung der Sexualhormone, des Östrogen, Androsteron und Progesteron wurde er 1939 mit dem Nobelpreis ausgezeichnet, den er aber erst 1949 entgegennehmen konnte. Spätere Arbeiten galten den Steroidhormonen der Nebennierenrinde und Insektenhormonen. Ebenso gelang die Isolierung und Synthese der Sexuallockstoffe von Schmetterlingen. 1933 wurde Butenandt Ordinarius für organische Chemie in Danzig, 1936 übernahm er die Leitung des Kaiser-Wilhelm-Instituts für Biochemie, zuerst in Berlin, dann in Tübingen. Seit 1956 an der Universität München wurde er 1960 zum Präsidenten der Max-Planck-Gesellschaft gewählt, ein Amt, das er bis 1972 innehatte.

Aufnahme in den Orden 1962.