Albin Lesky

Klassischer Philologe

Geboren am 7. Juli 1896 in Graz, Österreich
Gestorben am 28. Februar 1981 in Innsbruck, Österreich

In Graz als Sohn eines Realschulprofessors aufgewachsen, studierte er - aus dem Krieg heimgekehrt - dort klassische Philologie und promovierte dort ebenfalls schon 1920 mit einer Arbeit über die Technik der neuen Komödie. Zwölf Jahre war er dann im Schuldienst tätig, ehe er - schon 1924 habilitiert - 1932 als Extraordinarius nach Wien und 1936 als Ordinarius nach Innsbruck berufen wurde. 1939 übernahm er das Ordinariat in Wien und wirkte dort bis zu seiner Emeritierung im Jahre 1967.

Seine außerordentlich reiche Produktion bewegt sich vor allem auf den Gebieten der großen frühgriechischen Dichtung, der Mythologie und der Religionsgeschichte, sie verfolgt von da aus aber auch die Weiterentwicklung der Antike in der deutschen klassischen Literatur. Seine weithin anerkannte Leistung gipfelt in seiner umfassenden "Geschichte der griechischen Literatur". Diese Arbeit, die in vorbildlicher Weise seine ausgedehnte Gelehrsamkeit mit einer in ausgewogener Ökonomie gestalteten, glänzenden Darstellung verbindet, gilt als Standardwerk der Altertumswissenschaft, das zugleich ein ausdrucksvolles Dokument einer bedeutenden Forscherpersönlichkeit darstellt, die auf dem Boden einer profunden Gelehrsamkeit eine weit ausstrahlende Wirksamkeit entfaltet.

Seine herausragenden Leistungen ließen ihm aus aller Welt zahlreiche Ehrungen zuteil werden. Er wurde nicht nur Ehrendoktor vieler Universitäten, sondern auch Mitglied zahlreicher wissenschaftlicher Akademien und für viele Jahre Präsident der Österreichischen Akademie der Wissenschaften.

Aufnahme in den Orden 1971.