Alfred Brendel

Pianist und Schriftsteller

Geboren am 5. Januar 1931 in Wiesenberg, (Nordmähren), heute Tschechien
 

Nach dem Studium in Zagreb und Graz (Klavier und Komposition) legt er 1947 als Externist in der Wiener Musikakademie die Staatsprüfung für Klavier ab. Ab 1949 war er Schüler von Edwin Fischer, 1949 gewann er im Busoni-Wettbewerb den Preis der Stadt Bozen.

Seit 1948 spielte Alfred Brendel mit wachsender Anerkennung in öffentlichen Konzerten und gilt heute weltweit als einer der bedeutendsten Interpreten des klassisch-romantischen Repertoires.

1950 zog er nach Wien, 1971 nach London. Berühmt sind seine Schubert-Zyklen und die Einspielungen sämtlicher Klaviersonaten und Klavierkonzerte Beethovens.

Seine Bücher "Nachdenken über Musik" und "Musik beim Wort genommen" zeigen ihn als phantasievollen Autor und glänzenden Stilisten. Seit 1996 ist Brendel auch mit drei Gedichtbänden hervorgetreten. Im Januar 2001 erschien "Ausgerechnet ich", ein Buch von Gesprächen mit Martin Meyer, 2003 "Spiegelbild und schwarzer Spuk" (gesammelte Gedichte), 2005 "Über Musik" (sämtliche Essays und Reden).

Der Künstler erhielt zahlreiche Auszeichnungen, ist Ehrendoktor verschiedener Universitäten, darunter Oxford und Yale.

Aufnahme in den Orden 1991.