Aribert Reimann

Komponist

Geboren am 4. März 1936 in Berlin
 

Kompositionsstudium bei Boris Blacher und Ernst Pepping, sein Klavierlehrer war Otto Rausch, seit 1957 tritt er als Pianist auf. 1983 wurde Aribert Reimann Professor für zeitgenössisches Lied an der Hochschule der Künste in Berlin. Grundlegend für sein kompositorisches Schaffen ist die Begegnung mit dem späten Anton Webern.

Liederzyklen sowie Sprech- und Gesangstücke mit Orchester nehmen einen wichtigen Platz in seinem Schaffen ein, vom "Totentanz" (1960) über die versponnene Pavese-Kantate "Verra la morte" bis zum Monodrom "Inane".

Ein Werk abgrundtiefer Trauer ist das 1980 bis 1982 entstandene, in verschiedenen Sprachen gesungene Requiem mit Texten aus dem Buch Hiob. Berühmt wurde Reimann mit seiner Oper "König Lear", die in München mit Dietrich Fischer-Dieskau als König Lear uraufgeführt wurde.

Der Komponist hat zahlreiche Ehrungen und Auszeichnungen erfahren, ist u. a. Mitglied der Akademie der Künste Berlin, der Bayerischen Akademie der Schönen Künste sowie der Freien Akademie der Künste Hamburg.

Aufnahme in den Orden 1993.