August Louis Tuaillon

Bildhauer

Geboren am 7. September 1862 in Berlin
Gestorben am 21. Februar 1919 in Berlin

VITA

Sohn eines Beamten französischer Abstammung. Von 1879 bis 1883 Studium an der Berliner Akademie, Meisterschüler von Reinhold Begas (1883), 1883/84 bei Weyr in Wien, von 1885 bis 1902 in Rom unter dem Einfluß von Hans von Marées und Adolf von Hildebrand (1891). Dann wieder in Berlin, wo er in die Berliner Sezession eintrat, die sich in der Auseinandersetzung um Edvard Munch von der "Großen Berliner Kunst-Ausstellung" trennte. Tuaillon wurde bekannt durch seine in Rom entstandene Bronzestatue "Amazone zu Pferde" (1895), von der Nationalgalerie Berlin angekauft und aufgestellt. Mit diesem Werk nahm er die durch den Neubarock von Begas unterbrochene Schadow (1842)-Rauch (1842)-Tradition wieder auf, die er zu einem klassisch empfundenen, formstrengen Stil weiterentwickelte.

Bekannte Werke: Reiterstandbild Kaiser Friedrichs III. (1905), auf der Hohenzollernbrücke in Köln Denkmäler Friedrichs III. und Wilhelms II. (1909), Marmordenkmal Robert Koch (1906) in Berlin 1915), Relief Standbild Wilhelms II. im Folkwang-Museum in Essen.

Aufnahme in den Orden 1912.