Carl Zuckmayer

Schriftsteller

Geboren am 27. Dezember 1896 in Nackenheim
Gestorben am 18. Januar 1977 in Visp (Kanton Wallis), Schweiz

Aufgewachsen als Sohn des Besitzers einer kleinen Fabrik und einer Mutter aus einer jüdischen, zum Katholizismus übergetretenen Familie, verlebte er seine Jugend in Mainz. Nahm seit 1914 als Freiwilliger am ersten Weltkrieg teil, begann danach ein Studium, wandte sich dann aber dem Theater zu. In Berlin gelang ihm 1925 mit seinem derb realistischen Volksstück "Der fröhliche Weinberg" der Durchbruch, für welches er mit dem Kleistpreis ausgezeichnet wurde. Mit dem "Schinderhannes" und vor allem dem deutschen Märchen "Der Hauptmann von Köpenick" wurde er der meistgespielte Autor vor 1933. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten mußte er sein Heimatland verlassen, zog über Österreich und die Schweiz 1939 in die USA und lebte dort als Farmer in Vermont. Hier schrieb er das Schauspiel "Des Teufels General", das dann in der ersten Nachkriegszeit wegen seiner dramatischen Spannung und als Gleichnis des deutschen Schicksals nach 1933 die höchsten Aufführungsziffern erreichte. 1947 kehrte Zuckmayer nach Europa zurück, nahm seinen Wohnsitz in der Schweiz und erhielt 1966 auch deren Staatsbürgerschaft.

Seine Erfolge beruhten auf der Fähigkeit, mit unvergleichlichem Einfühlungsvermögen Menschen in großen Bühnenrollen aufzubauen, sie vor wesentliche Probleme zu stellen und starke Milieus überzeugend zu zeichnen.

Aufnahme in den Orden 1967.