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Christiane Nüsslein-Volhard

Christiane Nüsslein-Volhard

Biologin

Geboren am 20. Oktober 1942 in Magdeburg
 

Christiane Nüsslein-Volhard wuchs in Frankfurt auf. Nach dem Studium in Frankfurt und Tübingen erwarb sie ihr Diplom in Biochemie und wurde 1973 zum Dr. rer. nat. in Genetik promoviert.

Als Postdoctorandin im Labor von Prof. Gehring (1993) am Biozentrum Basel (Schweiz) begann sie mit ihren entwicklungsgenetischen Arbeiten an der Taufliege Drosophila melanogaster. Von 1978 bis 1980 hatte sie zusammen mit Dr. Eric Wieschaus eine unabhängige Forschungsstelle am Europäischen Laboratorium für Molekularbiologie (EMBL) in Heidelberg; 1981-1985 war sie Leiterin einer selbständigen Nachwuchsgruppe am Friedrich-Miescher-Laboratorium der Max-Planck-Gesellschaft in Tübingen. Seit 1985 ist Frau Nüsslein-Volhard Wissenschaftliches Mitglied der Max-Planck-Gesellschaft und Direktorin am Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie, Tübingen.

Ihre Forschungen befassen sich mit der genetischen und molekularen Analyse der embryonalen Entwicklung bei Tieren, insbesondere der Fliege Drosophila melanogaster, sowie dem Zebrafish Danio rerio. Für ihre Entdeckungen von Genen, die die Entwicklung von Tier und Mensch steuern, sowie den Nachweis von gestaltbildenden Gradienten im Fliegenembryo hat sie zahlreiche Auszeichnungen, Ehrendoktorate und Preise erhalten, darunter 1995 den Nobelpreis für Medizin gemeinsam mit Eric Wieschaus und Edward Lewis. Sie ist Mitglied der National Academie, USA, der Royal Society, UK und der Academie de Sciences, Paris.

Bücher: Das Werden das Lebens (Beck Verlag, München, 2004), Von Genen und Embryonen (Reclam, 2004), Mein Kochbuch: Einfaches zu besonderen Anlässen, Insel, 2006.

Sie gründete 2004 die Christiane Nüsslein-Volhard Stiftung zur Unterstützung junger Wissenschaftlerinnen mit Kindern.

Aufnahme in den Orden 1997.
Vizekanzler des Ordens von 2009 bis 2013.
Kanzler des Ordens 2013.