Dani Karavan

Bildhauer

Geboren am 7. Dezember 1930 in Tel Aviv, Israel
 

Zunächst Studium der Malerei in Tel Aviv und Jerusalem. Nach längerem Kibbuzaufenthalt Studium der Freskotechnik in Italien. Er entwirft Bühnenbilder und beschäftigt sich mit Tanzchoreographie (bei Martha Graham, New York). Der Schlüssel für sein gesamtes Lebenswerk als Bildhauer liegt in den skulpturalen, architekturbezogenen und im Wortsinn monumentalen Arbeiten, die mit Beginn der sechziger Jahre in Israel entstanden, u. a. Basrelief der Knesset in Jerusalem, Monument in der Wüste Negev bei Beer Sheva. Es entstehen — erstmalig in der modernen Kunst — die von ihm so genannten "site specific environments". Seine Elemente sind Licht, Wind (Musik!), Wasser und Erinnerung, seine Materialien: Sand, Basalt, Pflanzen, weiß gefärbter Beton, Glas, Marmor, Eisen, Naturholz und Blattgold.

Untrennbar mit seinen Arbeiten verbunden ist deren Entstehungsprozess. Arbeiten des Künstlers befinden sich — außer in Israel — in Italien, Frankreich, Spanien, Deutschland, den USA, Dänemark, der Schweiz, Japan und Korea. Wiederholt war er auf der Dokumenta in Kassel und der Biennale in Venedig vertreten.

Zu seinen bekanntesten Werken zählen: "Passagen" in Port Bou (Erinnerung an Walter Benjamin) und 1996 das Environment Ma'alot am Museum Ludwig in Köln (mit Peter Busmann (1995)).

1977 Israelpreis für Künste und Wissenschaft, 1996 Kaiserring der Stadt Goslar, 1998 gemeinsam mit S. Gubaidulina (1999) Praemium Imperiale.

Aufnahme in den Orden 1997.