Eduard Meyer

Althistoriker und Altorientalist

Geboren am 25. Januar 1855 in Hamburg
Gestorben am 31. August 1930 in Berlin

VITA

Meyer, Professor in Leipzig, dann in Breslau, Halle und seit 1902 in Berlin, war ein überragender Althistoriker, man kann ohne Einschränkung sagen: einer der letzten großen Universalhistoriker des Altertums, der in gleicher Weise mit der politischen, Geistes- und Kultur-Geschichte wie mit den alten Sprachen, einschließlich der altorientalischen, vollkommen vertraut war. Von seinen zahlreichen Arbeiten, die so gut wie alle Gebiete der Altertumskunde umfaßten, Ägpyten und Vorderasien nicht ausgenommen, sind drei besonders hervorzuheben: "Caesars Monarchie und das Principat des Pompeius" (1918), "Ursprung und Anfänge des Christentums" (1921-1923), vor allem aber die "Geschichte des Altertums", deren erster Band 1884 erschienen ist und die seitdem mehrere Auflagen erlebt hat. In diesem Werk, das unvollendet geblieben ist, obwohl es seinen Autor fast lebenslang beschäftigt hat, hat Meyer ein ungeheures, vielschichtiges und im einzelnen oft höchst kompliziertes Material verarbeitet und zwar auf Grund eigenster Forschung auf allen Gebieten. Die Verbindung der Universalgeschichte mit exaktester Detailforschung, die dieses Werk auszeichnet, ist E. Meyers größte und auch heute noch bewundernswerte Leistung.

Aufnahme in den Orden 1918.