Eduard Spranger

Philosoph

Geboren am 27. Juni 1882 in Berlin
Gestorben am 17. September 1963 in Tübingen

Nach Habilitation in Berlin (1909) Professor in Leipzig (ab 1911), in Berlin (1920-1946), dann in Tübingen.

Unter dem bestimmenden Einfluß von Wilhelm Dilthey (1908) und seiner Typenlehre war Spranger um philosophische Grundlegung und Ausbau der Geisteswissenschaften, besonders um Entwicklung einer geisteswissenschaftlichen Psychologie bemüht, die vor allem für die Erziehungswissenschaften Bedeutung gewann, daher sein weitreichendes Ansehen im pädagogischen Bereich. "Lebensformen" (1921, 8. Aufl. 1950), "Psychologie des Jugendalters" (1924, 25. Aufl. 1960) sind seine über die ganze Welt verbreiteten Hauptwerke, die eine strukturpsychologisch orientierte Pädagogik begründeten. Zu erwähnen sind auch seine "Gedanken zur staatsbürgerlichen Erziehung".

Dem deutschen Idealismus geistverwandt, widmete er dieser Epoche des deutschen Geistes eine Reihe kulturhistorischer Studien z. B. "Schillers Geistesart" (1941), "Goethes Weltanschauung" (1933).

Dr. h. c. zahlreicher Universitäten des In- und Auslandes.

Aufnahme in den Orden 1952.