Emil Nolde

Maler und Graphiker

Geboren am 7. August 1867 in Nolde
Gestorben am 13. April 1956 in Seebüll (Schleswig-Holstein)

Emil Hansen, der sich später als Künstler nach seinem Geburtsort Nolde nannte, stammte aus alteingesessenem Bauerngeschlecht, lernte von 1885-89 an der Holzschnitzerschule in Flensburg, war von 1892-1898 selbst Lehrer an der Gewerbeschule in St. Gallen. Seit 1899 Ausbildung als Maler in München, Paris und Kopenhagen. 1905-07 in Dresden Beziehungen zur "Brücke" (Schmidt-Rottluff) (1956), bei einer Reise in die Niederlande 1911 Begegnung mit Ensor, 1912 Verbindung zum "Blauen Reiter". 1913/14 Reise nach Rußland, Sibirien, Japan, Südsee, nach 1918 in Berlin oder auf seinem Hof Seebüll. In der Zeit des nationalsozialistischen Regimes wurden seine Kunstwerke als "entartet" bezeichnet, er selbst erhielt 1941 Malverbot.

Nolde gehört zu den Hauptvertretern des deutschen Expressionismus. In seinem weitgespannten, von Naturnähe und Gläubigkeit geprägten Werk ist die Farbe das stärkste Ausdrucksmittel sowohl in seinen religiösen, dämonischen und maskenhaften Darstellungen wie auch in seinen Bildern von der See, von Landschaften und Blumen. Daneben nehmen seine vielen Aquarelle und graphischen Blätter einen hohen Rang ein. Über das Wesen der Kunst hat er sich in eigenen Schriften Gedanken gemacht: "Das eigene Leben" (1931, 1949) und "Jahre der Kämpfe" (1934).

Aufnahme in den Orden 1952.