Friedrich Wöhler

Chemiker

Geboren am 31. Juli 1800 in Eschersheim (bei Frankfurt a. M.)
Gestorben am 23. Oktober 1882 in Göttingen

VITA

Professor an den Städtischen Gewerbeschulen in Berlin und Kassel. Professor der Chemie und Pharmazie an der Universität Göttingen. Wöhler entdeckte zahlreiche chemische Elemente, darunter Aluminium, Yttrium, kristallisiertes Bor und Silicium. Man verdankt ihm entscheidende Beiträge zur Lehre vom Aufbau der Kohlenstoff-Verbindungen durch die Entdeckung der Isomerie der Cyansäure und Knallsäure und die systematische Untersuchung der Benzoyl-Verbindungen. 1828 gelang ihm die Synthese des Harnstoffs aus cyansaurem Ammonium, die historische Bedeutung als erste künstliche Darstellung einer organisch-chemischen Verbindung der belebten Natur erlangt hat.

Wöhler hat mit Liebig und Poggendorff das "Handwörterbuch der reinen und angewandten Chemie" und gemeinsam mit Liebig die "Annalen der Chemie" herausgegeben. Der Briefwechsel Justus Liebigs und Friedrich Wöhlers in den Jahren 1829 bis 1873 (erschienen 1888) ist ein kulturhistorisches Dokument, das Zeugnis ablegt von der Freundschaft und wissenschaftlichen Zusammenarbeit der beiden großen Chemiker des 19. Jahrhunderts.

Aufnahme in den Orden 1864.