Gerhard Marcks

Bildhauer

Geboren am 18. Februar 1889 in Berlin
Gestorben am 13. November 1981 in Burgbrohl (Rheinland)

Schüler von R. Scheibe. Von Walter Gropius berufen wirkt Marcks von 1919 bis 1925 am "Bauhaus" in Weimar, von 1925 bis 1928 zunächst als Lehrer, dann als Direktor an der Kunstgewerbeschule Halle-Giebichenstein. 1928 Villa-Romana-Preis und Studienreisen nach Griechenland, Italien, Frankreich. 1933 aus politischen Gründen von seinem Lehramt entfernt, 1937 in der Aktion "Entartete Kunst" mit Arbeits- und Ausstellungsverbot belegt, 24 seiner Werke werden konfisziert. 1946 bis 1950 Professor an der Landeskunstschule Hamburg, 1950 Übersiedlung nach Köln.

Den jungen Bildhauer hat der Expressionismus geprägt, später bildet sich in ihm eine ruhigere Vorstellung von der menschlichen Figur, dem "Abenteuer des Bildhauers". Mensch und Tier wandelt er ab in unzähligen plastischen Darstellungen und in charakteristischen Holzschnitten. Seine Formensprache ist herb, nordisch, mit spürbarer Sehnsucht nach den Griechen.

Hauptwerke: 6 große Figuren an der Fassade der Lübecker Katharinenkirche (Fortsetzung der von Barlach begonnenen Reihe), Ehrenmal auf dem Friedhof in Hamburg-Ohlsdorf, "Trauernde" vor St. Maria im Kapitol in Köln, Bronzeengel als Kriegerdenkmal in Mannheim, Kirchentür Marktkirche Hannover, Schmerzensmutter vom Totenmal Bourdon.

Das Gerhard-Marcks-Haus in Bremen gibt einen umfassenden Einblick in das Lebenswerk des bedeutenden Künstlers.

Aufnahme in den Orden 1952.