Gioacchino Antonio Rossini

Komponist

Geboren am 29. Februar 1792 in Pesaro, Italien
Gestorben am 13. November 1868 in Passy (bei Paris), Frankreich

VITA

Zunächst Sänger, war Rossini ab 1806 Schüler des Liceo Musicale in Bologna mit dem Hauptstudienfach Komposition. Bereits 1812 Opernkomposition für die Scala in Mailand, damit Beginn seiner großen Erfolge. Ab 1815 Vertragskomponist und musikalischer Leiter des Teatro San Carlo in Neapel, dann Wien (Begegnung mit Beethoven und Metternich), Paris und London. Seine Wirksamkeit ab 1824 (an der Académie Royale und am Theatre Italien in Paris) brachte große Erfolge, Kompositionsverträge und zahlreiche Ehrungen. Vom 18. bis zum 37. Lebensjahr schuf er etwa 40 Opern, darunter "Barbier von Sevilla" (1816) und "Teil" (1829). Wirtschaftliche Unabhängigkeit und angegriffene Gesundheit ließen ihn von 1830 ab auf Opernkomposition verzichten, nicht aber auf allgemeine musikalische Tätigkeit in Paris, Mailand und Bologna, und auf andere Kompositionen (z. B. "Stabat mater" 1832). Mancherlei Krankheiten veranlassen 1855 seine Übersiedlung nach Paris. Hier war er als internationale Berühmtheit Mittelpunkt eines reichen musikalischen Lebens — 1860 besuchte ihn Richard Wagner. 1868 zunächst auf dem Friedhof Père Lachaise beigesetzt, 1878 in die Kirche Santa Croce in Florenz überführt.

Rossini als "triumphales Finale" der Opera buffa und als grundlegender Erneuerer der italienischen Opera seria hatte weitreichenden Einfluß auf die italienische, französische und deutsche Musik des 19. Jahrhunderts.

Aufnahme in den Orden 1842.