Günter Blobel

Zellbiologe

Geboren am 21. Mai 1936 in Waltersdorf (Schlesien)
 

Blobel besuchte die Geschwister-Scholl-Schule in Freiberg/Sachsen. Er studierte Medizin in Frankfurt/Main, München, Kiel und promovierte in Tübingen. Danach studierte er Biochemie mit Van R. Potter in Madison/Wisconsin und arbeitete als Postdoctoral Fellow mit George Palade an der Rockefeller University in New York City. Seit 1976 ist er Professor für Zellbiologie an der Rockefeller University und seit 1986 Investigator des Howard Hughes Medical Institute.

Blobel entdeckte, dass Proteine eine Vielzahl eingebauter Signale enthalten, die ihren intrazellulären Transport oder ihren Einbau in zelluläre Membranen steuern. Für diese Arbeiten erhielt er 1999 den Nobelpreis für Physiologie oder Medizin.

Blobel engagiert sich auch für den Wiederaufbau Dresdens. Er gründete "Friends of Dresden" und stiftete die über 1,8 Millionen Deutsche Mark seines Nobelpreises für den Wiederaufbau der Frauenkirche und der Synagoge.

Aufnahme in den Orden 2001.