Günther Uecker

Maler und Objektkünstler

Geboren am 13. März 1930 in Wendorf (Mecklenburg)
 

1951 Studium der Malerei und bildenden Kunst in Wismar und Berlin, nach seiner Übersiedlung in den Westen Deutschlands 1955-1958 bei Otto Pankok an der Kunstakademie in Düsseldorf. Seit 1958 als freischaffender Künstler tätig, Strukturexperimente mit Farben auf der Bildfläche. Entgrenzung der Bildvorstellung durch Übernagelung, Reihungen von plastischen Bildelementen. Die ersten Nagelbilder entstanden um 1957. 1958 Gast der Künstlergruppe ZERO, 1961 aktives Mitglied. Schaffung von Materialbildern, das Material ist direkt bildnerischer Ausdruck. Es ist die existentielle Dimension des Menschen, welche Ueckers Schaffen bestimmt, — vor dem Hintergrund, eine symbolisch verschlüsselte Weltsicht zu überwinden.

In den achtziger Jahren wird erkennbar, wie stark die Spiritualität seiner Arbeiten vom Zen-Buddhismus geprägt ist, genauso wie von der Begegnung mit den Archetypen der Kulturen und Landschaften ferner Länder und Erdteile, die er sich auf vielen Reisen erschloss. Uecker, der zu den bedeutendsten Vermittlern in der Nachkriegskunst gezählt wird, lehrt seit 1974 als Professor für freie Kunst an der Staatlichen Hochschule für Bildende Kunst in Düsseldorf. Internationale Anerkennung fand er vor allem durch Projekte in Nordamerika sowie viele Gruppen- und Einzelausstellungen in allen bedeutenden Museen der Welt.

Günther Uecker erhielt viele Auszeichnungen (u.a. Kaiserring der Stadt Goslar 1983).

Aufnahme in den Orden 2000.