Hans Belting

Kunsthistoriker

Geboren am 7. Juli 1935 in Andernach
 

Der Kunsthistoriker Hans Belting hat, nach Stationen an den Universitäten in Hamburg, Heidelberg und München, an der Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe, deren Mitbegründer er 1992 gewesen ist, das Fach Kunstwissenschaft und Medientheorie gelehrt und von 2004 bis 2007 das Internationale Forschungszentrum für Kulturwissenschaften (IFK) in Wien geleitet. Im Jahre 2003 hielt er als Inhaber des Europäischen Lehrstuhls am College de France in Paris Vorlesungen über die „Geschichte des Blicks“. Gastprofessuren führten ihn nach Harvard, Columbia University, Chicago/Northwestern, Washington und an die Ecole des Hautes Etudes in Paris.

Er gehört dem Orden Pour le Merite für Wissenschaften und Künste seit 1998 an und ist Mitglied vieler in- und ausländischer Akademien der Wissenschaft. In London erhielt er einen honorary degree am Courtauld Institute of Art. Gegenwärtig betreut er das Projekt GAM (Global Art and the Museum). am ZKM (Zentrum für Kunst und Medientechnologie) in Karlsruhe.

Seine Bücher wurden in neun europäische Sprachen und ins Japanische übersetzt. Zu den Büchern seit 1990 gehören Titel wie „Bild und Kult. Eine Geschichte des Bildes vor dem Zeitalter der Kunst“ (1990), „Das unsichtbare Meisterwerk. Die modernen Mythen der Kunst“ (1998) ,Bildanthropologie. Entwürfe für eine Bildwissenschaft“ (2001), „Art History after Modernism“ (2003), „Hieronymus Bosch: Der Garten der Lüste“ (2003), „Das echte Bild“ (2005), „Bilderfragen“ (Herausgeber) (2007), "Florenz und Bagdad. Eine westöstliche Geschichte des Blicks" (München 2008), "Der Blick hinter Duchamps Tür. Die Kunst der Perspektive" (Köln 2009), Hg, mit Andrea Buddensieg, "The Global Art World. Audiences.Markets.Museums" (Ostfildern 2009).

Aufnahme in den Orden 1998.