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Hans Magnus Enzensberger

Hans Magnus Enzensberger

Schriftsteller

Geboren am 11. November 1929 in Kaufbeuren (Allgäu)
 

In Nürnberg aufgewachsen, schloss er ein philosophisches und literaturwissenschaftliches Studium in Erlangen, Freiburg im Breisgau, Hamburg und Paris so rasch wie möglich mit der Promotion ab. Kurze Zeit war er als Rundfunkredakteur und Verlagslektor tätig, entschloss sich aber bald, die Büroarbeit aufzugeben. Seitdem ist er das geblieben, was man einen "freien Schriftsteller" nennt. Mehr als zehn Jahre lang lebte er in Norwegen, Italien, Russland, Cuba und in den Vereinigten Staaten. 1966 kehrte er nach Deutschland zurück, zunächst nach Berlin, wo er in der Außerparlamentarischen Opposition eine Rolle spielte, später nach München.

Hans Magnus Enzensberger war Mitglied der "Gruppe 47". Sein Werk hat die deutsche Literatur seit den sechziger Jahren entscheidend geprägt. Das Zentrum seiner literarischen Arbeit ist die Poesie. Außerdem hat er Essays, Reportagen, Theaterstücke, Opernlibretti und Übersetzungen veröffentlicht. Auch einige Kinder- und Jugendbücher tragen seinen Namen, gelegentlich hat er für den Film gearbeitet und seit 1985 steht er verlegerisch für die "Andere Bibliothek" ein. Zwei Zeitschriften wurden von ihm gegründet: Das "Kursbuch" (1965) und "TransAtlantik" (1980).

Aufnahme in den Orden 1999.
Vizekanzler des Ordens von 2005 bis 2009.