Horst Fuhrmann

Historiker

Geboren am 22. Juni 1926 in Kreuzburg (Oberschlesien)
Gestorben am 9. September 2011 in Steinebach/Wörthsee

Das Forschungsgebiet von Fuhrmann ist die Geschichte des Mittelalters. Er hat dieses Gebiet an den Universitäten Kiel, Tübingen und später in Regensburg vertreten und war von 1971 bis 1994 Präsident der Monumenta Germaniae Historica, von 1991 bis 1997 Präsident der Bayerischen Akademie der Wissenschaften.

Sein besonderes Interesse gilt der Entstehung mittelalterlicher Rechtsquellen und den Fälschungen. Aus diesem Bereich stammen sein dreibändiges Werk über "Einfluß und Verbreitung der pseudoisidorischen Fälschungen" (1972-74) und seine Untersuchungen zu Text und Wirksamkeit der berühmten Konstantinischen Schenkung. Daneben hat er Beiträge zur Wissenschafts- und Gelehrtengeschichte sowie allgemeine Darstellungen zu mittelalterlichen Lebensverhältnissen und zur Geschichte des Papsttums vorgelegt.

Aufnahme in den Orden 1986.
Vizekanzler des Ordens von 1992 bis 1997.