Jacobus Henricus van’t Hoff

Chemiker

Geboren am 30. August 1852 in Rotterdam, Niederlande
Gestorben am 1. März 1911 in Berlin

VITA

Professor der Chemie, Mineralogie und Geologie an der Universität Amsterdam (1878-96), Mitglied der Preußischen Akademie der Wissenschaften und o. Professor an der Universität Berlin (1896 bis 1911).

Van't Hoff, der erste Nobelpreisträger für Chemie (1901) und einer der Begründer der modernen physikalischen und mathematischen Chemie, gründete 1887 die "Zeitschrift für physikalische Chemie, Stöchiometrie und Verwandtschaftslehre".

Schon mit 22 Jahren beginnt er mit der später berühmten Abhandlung "La Chemie dans l'espace", in der er die räumliche Lagerung der Atome, das Tetraedermodell des Kohlenstoffatoms und den asymmetrischen Bau des mit vier verschiedenen Substituenten verbundenen Kohlenstoffatoms darlegt. Die van't Hoff-Le Bel'sche Theorie, Fundament der heutigen Stereochemie, deutet das Vorkommen von raumisomeren und optisch aktiven Verbindungen. Weitere Arbeiten: zur Chemischen Dynamik, Messung von Reaktionsgeschwindigkeiten, Theorien der verdünnten Lösungen, Anwendung des Boyle-Gay Lussac'schen (1842) Gesetzes auf den osmotischen Druck.

In den letzten Lebensjahren untersucht er die Bildungsverhältnisse der ozeanischen Salzablagerungen, insbesondere des Staßfurter Salzlagers.

Aufnahme in den Orden 1895.