James Viscount Bryce

Historiker und Rechtsgelehrter

Geboren am 10. Mai 1838 in Belfast, Irland
Gestorben am 22. Januar 1922 in Sidmouth (Devon), Großbritannien

VITA

James Bryce war ein führender liberaler Politiker und Politikswissenschaftler im England der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und der Vorweltkriegszeit. In Trinity-College Oxford erzogen, wurde er 1867 als Mitglied von Lincoln's Inn zur englischen Bar zugelassen und war 1870 bis 1893 Regius Professor of Civil Law in Oxford. Deutschland war er durch ein Studium in Heidelberg unter dem Pandektisten Wangerow (1863) verbunden.

Als Politiker gehörte Bryce der liberalen Partei an. Er war 1880 bis 1906 Mitglied des Unterhauses, später (ab 1913) des Oberhauses. Mehrfach war er Minister in liberalen Kabinetten, so 1892 unter Gladstone, und 1907 bis 1913 englischer Botschafter in Washington.

Als Politikwissenschaftler wurde er vor allem durch die Werke "The holy Roman Empire" (1864), "The American Commonwealth" (1889) und "Modern Democracy" (1921) bekannt, die historisch-politische mit juristischer Betrachtung verbinden.

Aufnahme in den Orden 1908.