Johannes Adolf von Kries

Physiologe

Geboren am 6. Oktober 1853 in Roggenhausen (bei Graudenz, Westpreußen)
Gestorben am 30. Dezember 1928 in Freiburg (Breisgau)

VITA

Nach der Promovierung als Dr. med. (1876) arbeitete er in Berlin bei Helmholtz (1873) und bei Ludwig (1889) in Leipzig. Habilitierte sich in Freiburg für Physiologie im Jahre 1878 und wurde dort ordentlicher Professor im Jahre 1884. Lehnte Berufungen nach Leipzig, Berlin und München ab.

Kries arbeitete besonders erfolgreich auf den Gebieten der Muskelphysiologie, des Kreislaufs und der Sinnesphysiologie. Einer der Hauptbegründer der "Duplizitätstheorie der Netzhautfunktion", nach der die Netzhaut aus zwei Teilorganen besteht, den "Stäbchen", die das farblose und unscharfe Dämmerungssehen vermitteln, und den "Zapfen", die das farbige und scharfe Tagessehen vermitteln.

Er veröffentlichte außerdem grundlegende Arbeiten über Logik und Wahrscheinlichkeitsrechnung.

Aufnahme in den Orden 1918.