Johannes Brahms

Komponist

Geboren am 7. Mai 1833 in Hamburg
Gestorben am 3. April 1897 in Wien, Österreich

VITA

Brahms, Sohn einer norddeutschen Bauern- und Handwerkerfamilie, wurde durch seine Freundschaft mit Joseph Joachim (1899) und mit Robert und Clara Schumann in seiner künstlerischen Entwicklung wesentlich gefördert. Nach Tätigkeiten als Pianist und Kapellmeister in Hamburg und Detmold wurde ihm seit 1863 Wien mit einem großen Freundeskreis zur zweiten Heimat.

Sein reiches Werk ist geprägt vom Erbe der Wiener Klassik — vor allem von Beethoven —, von der abklingenden Romantik, von Volksmusik und Volkslied und von der Schwerblütigkeit und Strenge seiner niedersächsischen Vorfahren. In seiner Instrumentalmusik haben Sonaten und Kammermusik einen großen Anteil neben den Orchesterwerken der Symphonien, der Klavier- und Violinkonzerte und der berühmten Haydn-Variationen. Mit seinem weltbekannten Liederwerk — den 200 Liedern und Volksliedern, den Duetten und Quartetten — zählt er zu den Meistern des deutschen Kunstliedes. Sein "Deutsches Requiem" gilt als beispielhaft für seine künstlerische Form, die monumentale Schwere und handwerklichstrenge Zucht mit verträumter Zartheit verbindet.

Brahms galt in den Auseinandersetzungen um Richard Wagner und Anton Bruckner als Wortführer der Gegner. Sein Einfluß auf die nachfolgenden Komponisten Arnold Schönberg, Richard Strauss (1924), Hans Pfitzner (1924), Max Reger ist spürbar, doch unterschiedlich.

Aufnahme in den Orden 1887.