Karl Schmidt-Rottluff

Maler

Geboren am 1. Dezember 1884 in Rottluff (bei Chemnitz)
Gestorben am 10. August 1976 in Berlin

Karl Schmidt-Rottluff, Sohn eines Müllers, begann 1905 in Dresden das Architekturstudium. Das Zusammentreffen mit Heckel (1967) und Kirchner führte ihn zur Malerei. Anregungen kamen von Munch und aus Paris. Noch im Juni 1905 bildeten sie so eine Vereinigung, die sie "Brücke" nannten. Bleyl, Nolde (1952) und Pechstein kamen dazu. Sie alle beseelte der Geist der vereinfachten natürlichen Form, der Ausdruckskunst, des Expressionismus, wie man es später nannte. Jeder folgte malend seinen Intuitionen, aber das Neue in Farbe, Form und Ausdruck war allen gemeinsam. Die wirtschaftliche Lage war sehr dürftig: 1910 erste Ausstellung in der Galerie Arnold in Dresden.

Es entstehen die eindrucksvollen Holzschnitte. Sammler melden sich. Auf der Suche nach klaren Formen und Farben lange Aufenthalte an der See. Sehnsucht, für jedes entstehende Werk den reinsten Ausdruck zu finden. Wohnsitz seit 1911 in Berlin. 1915/18 Soldat in Rußland, Heirat mit Emy Frisch. Der Krieg hat ihn verändert, Volksbewegung und neue Freunde in Berlin. Religiöse Holzschnitte, später viele Bilder von großer farbiger Kraft und Eigenart. Öffentliche Anerkennung. 1931 Mitglied der Preußischen Akademie der Künste, aus der er 1933 aber wieder austritt.

Es folgen harte Zeiten, 1941 Ausschluß aus der Reichskammer der bildenden Künste, 1943 Wohnung in Berlin zerstört, 1945 Kriegsende in Rottluff. 1947 wird er dann Professor in Berlin, knüpft neue Kontakte und arbeitet intensiv. Auf Initiative von Leopold Reidemeister (1980) wird schließlich 1967 mit seinen Stiftungen das "Brücke-Museum" Berlin eröffnet.

Aufnahme in den Orden 1956.