Peter von Matt

Germanist

Geboren am 20. Mai 1937 in Luzern, Schweiz
 

Von Matt hat in Zürich und Nottingham studiert, war nach seiner Promotion 1964 Gymnasiallehrer in Luzern, nach der Habilitation Assistenzprofessor in Zürich und wurde 1976 als Nachfolger seines Lehrers Emil Staiger (1966) zum Ordinarius für Neuere Deutsche Literatur an der Universität Zürich gewählt.

Seine Literaturbetrachtung bedient sich hermeneutischer und analytischer Mittel, zu denen auch die Psychoanalyse gehört ("Literaturwissenschaft und Psychoanalyse", 1972). Er verfolgt die Thematisierung der Phantasie im literarischen Text ("Die Augen der Automaten. E.T.A. Hoffmanns Imaginationslehre", 1971, "Das Schicksal der Phantasie", 1994) und die Verwandlung anthropologischer Konfliktfelder in der Weltliteratur ("Liebesverrat. Die Treulosen in der Literatur", 1989, "Verkommene Söhne, mißratene Töchter. Familiendesaster in der Literatur", 1995, "Die Intrige. Theorie und Praxis der Hinterlist", 2006). Weitere Schwerpunkte bilden die Lyrik ("Die verdächtige Pracht", 1998,"Wörterleuchten. Kleine Deutungen deutscher Gedichte", 2009) und die Literatur der Schweiz ("Die tintenblauen Eidgenossen. Über die literarische und politische Schweiz", 2001). Sieben Küsse, Glück und Unglück in der Literatur (2017).

Aufnahme in den Orden 1996.