Pierre Boulez

Komponist und Dirigent

Geboren am 26. März 1925 in Montbrison (Loire), Frankreich
Gestorben am 5. Januar 2016 in Baden-Baden

Nach dem Kompositionsstudium bei O. Messiaen, Andrée Vaurabourg-Honegger und R. Leibowitz verantwortet Pierre Boulez die Bühnenmusik der Theatergruppe Madelaine Renaud-Jean Louis Barrault. 1954 gründet er die "Concerts du Petit Marigny" und verschreibt sich überwiegend zeitgenössischer Musik, wirkt bei den Darmstädter Ferienkursen für Neue Musik und lehrt Komposition an der Musikakademie Basel.

1959 beginnt seine Laufbahn als Gastdirigent beim Südwestfunk in Baden-Baden, 1971 übernimmt er die Leitung der New Yorker Philharmoniker und wird gleichzeitig Chefdirigent des BBC Symphony Orchestra.

Aufbau und Planung des Institut de Recherche et de coordination acoustique/musique (IRCAM) sind undenkbar ohne die Initiative und das große Engagement von Pierre Boulez (der es von 1975 bis 1991 geleitet hat) und das sein musikalisches "Zuhause" geblieben ist, genauso wie die 1995 in Paris eröffnete Cité de la Musique. Pierre Boulez gilt international als Hauptrepräsentant der seriellen Musik. Bezeichnend für sein breites Œuvre ist seine Lust am Experiment. Breiten Raum nehmen auch Textvertonungen ein, so zum Beispiel in seinem ersten Meisterwerk "Le Marteau Maitre". Auch sein theoretisches Werk (z.B. "Musikdenken heute") erfreut sich weltweiter Anerkennung, genauso wie sein kompositorisches Schaffen und sein Wirken als Dirigent.

Aufnahme in den Orden 1975.