Reinhold Schneider

Schriftsteller und Dichter

Geboren am 13. Mai 1903 in Baden-Baden
Gestorben am 6. April 1958 in Freiburg (Breisgau)

Nach kaufmännischer Ausbildung freier Schriftsteller in Potsdam und Berlin, seit 1938 in Freiburg i. Br. 1956 erhielt er den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels.

Selbstbiographisches u. a. in "Verhüllter Tag" (1954) und in "Winter in Wien" (1958).

Seine Erzählungen, Dramen, historischen Darstellungen und Essays handeln in breiter Streuung vor allem über Themen der abendländischen Geschichte, die immer als Heil- und Unheilsgeschehen, als Gericht, als tragische Auseinandersetzung zwischen Glauben und Unglauben, Gewissen und Macht, Staat und Kirche begriffen wird. Sie sind immer verbunden mit einem unbestechlichen Blick für die geistigpolitische Zeitproblematik im unkonformistischen Kampf für eine Friedensordnung. Schwermut und Glaube zusammen machen die Grundstimmung seiner Werke aus. Seine illegal verbreiteten Sonette und religiösen Trostschriften gehören zu den bedeutendsten Zeugnissen des geistigen Widerstands in der nationalsozialistischen Zeit.

Aufnahme in den Orden 1952.