Renée Sintenis

Bildhauerin und Graphikerin

Geboren am 20. März 1888 in Glatz (Schlesien)
Gestorben am 22. April 1965 in Berlin

Von 1908 bis 1911 Studium an der Berliner Kunstgewerbeschule unter Leo von König und Haverkamp, Meisterschülerin bei Bruno Paul. 1914 heiratete sie den Maler, Schriftkünstler und Humanisten Emil Rudolf Weiss. Ab 1933 ist ihr wegen ihrer jüdischen Abstammung die Tätigkeit in der Öffentlichkeit verboten. 1947 wird sie Professor an der Hochschule für Bildende Künste in Berlin.

Renée Sintenis ist weithin bekannt geworden durch ihre anmutigen und meisterhaften Tierplastiken kleinen Formats, in denen eingehende Naturbeobachtung der passionierten Reiterin sich mit großzügiger Stilisierung verbindet zu lebensnaher Darstellung besonders des jungen Tieres. Daneben ist der menschliche Körper ein Thema ihrer Kunst (z. B. Läufer Nurmi). Auch Bildnisköpfe sind zu nennen (z. B. Selbstbildnis, Joachim Ringelnatz, Bengt Berg, André Gide, Ludwig Klages). Ihre Plaketten und Medaillen sowie ihre Illustrationen und Mappenwerke (z. B. Badende Mädchen, Sappho, Das Tigerschiff) sind geschätzt.

1932 Olympia-Preis, 1948 Kunstpreis der Stadt Berlin.

Aufnahme in den Orden 1952.