Rudolf Ludwig Mößbauer

Physiker

Geboren am 31. Januar 1929 in München
Gestorben am 14. September 2011 in Grünwald

Rudolf L. Mößbauer graduierte nach dem Studium an der Technischen Hochschule 1955 zum Diplomphysiker, 1958 wurde er zum Dr. rer. nat. promoviert. Seine Forschungsarbeiten und die in München eingereichte Dissertation über die Emission und Absorption von Gammastrahlen durch Atomkerne machte ihn in kürzester Zeit international bekannt. 1960 folgte Prof. Mößbauer einem Ruf an das "California Institute of Technology", wo er unter hervorragenden Bedingungen seine in Deutschland begonnenen Versuche fortsetzte. 1961 erhielt der damals erst 32-jährige zusammen mit Dr. Robert Hofstadter von der Stanford-Universität in Kalifornien den Nobelpreis für Physik.

Nachdem er 1964 nach Deutschland zurückkehrte, brachte er als ordentlicher Professor für Experimentalphysik in das Physik-Department mit Reaktorstation Garching der Münchner Technischen Universität seine amerikanischen Erfahrungen ein und baute dieses Department nach seinen eigenen Wünschen neu auf. Es folgten weitere Aufenthalte in den USA sowie in Grenoble. 1977 kehrte Prof. Mößbauer aus Frankreich an die TU München zurück, um dort in seiner ehemaligen Forschungsgruppe wieder auf dem Gebiet der Gamma-Resonanzspektroskopie zu arbeiten. Zusammen mit Alexander von Cube veröffentlichte er 1969 das Buch "Welt des Atoms".

Zahlreiche hochrangige Ehrungen und Auszeichnungen des In- und Auslandes wurden ihm zuteil; er ist Mitglied und auswärtiges Mitglied zahlreicher in- und aus-ländischer Akademien der Wissenschaften.

Aufnahme in den Orden 1996.