Theodor Mommsen

Historiker und Altertumsforscher

Geboren am 30. November 1817 in Garding (Schleswig- Holstein)
Gestorben am 11. November 1903 in Berlin

VITA

Mommsen, von Haus aus Jurist, war überragend als Historiker, vornehmlich der römischen Geschichte, und als Rechtswissenschaftler, aber auch als Organisator umfassender wissenschaftlicher Unternehmungen modernen Stils, z. B. des Corpus Inscriptionum Latinarum, herausgegeben von der Preußischen Akademie der Wissenschaften, von Mommsen geprägt und drei Jahrzehnte lang betreut — eine außerordentliche Leistung.

Unter seinen zahlreichen Veröffentlichungen, die alle von größter Bedeutung für die Forschung gewesen sind, müssen wenigstens drei besonders genannt werden, weil sie zu ihrer Zeit neue Wege wiesen und bis heute von nahezu unverminderter Wirkung sind: "Die Geschichte des Römischen Münzwesens", "Das Römische Staatsrecht" und die vierbändige "Römische Geschichte".

Sowohl im Jahre 1848 wie auch als Professor der Rechte in Leipzig, dann in Zürich, Breslau und von 1858 an in Berlin als Historiker hat sich Mommsen stark und aktiv mit den politischen Bewegungen seiner Zeit beschäftigt. 1850 hat ihm das die Entlassung von seiner Leipziger Professur eingetragen. Später war er insgesamt neun Jahre lang Mitglied des Preußischen Abgeordnetenhauses und 1881 als Liberaler Mitglied des Reichstags.

1902 wurde Mommsen der Nobel-Preis für Literatur verliehen als "Dem größten lebenden Meister unserer Zeit in der Kunst der geschichtlichen Darstellung, insbesondere für seine monumentale Römische Geschichte".

Aufnahme in den Orden 1868.
Vizekanzler des Ordens von 1894 bis 1903.