Thomas Babington Macaulay

Historiker

Geboren am 25. Oktober 1800 in Rothley Temple (Leicestershire), Großbritannien
Gestorben am 28. Dezember 1859 in Kensington (heute London), Großbritannien

VITA

Macaulay, Fellow of Cambridge und 1849 Rektor der Universität Glasgow, errang 1825 frühen Ruhm durch seinen Essay über Milton in der "Edinburgh Review". 1826 Barrister, wurde er 1830 in das Unterhaus gewählt. Nach seiner Berufung zum Mitglied des Obersten Rates von Indien (1835) verbrachte er 4 Jahre dort, zuletzt als Gouverneur von Agra. Nach seiner Rückkehr wählte ihn Edinburgh ins Unterhaus. 2 Jahre war er Kriegssekretär im Ministerium Melbourne. 1847 nicht mehr gewählt, widmete er sich vornehmlich seiner wissenschaftlichen Arbeit.

Seine reiche politische, insbesondere parlamentarische Erfahrung und seine hervorragende Darstellungskunst machten Macaulay zum führenden Whig-Historiker seiner Zeit, liberale Ideen und romantische Form kombinierend. Die glücklichste Periode nationaler Geschichte begann für ihn mit der "Glorious Revolution". Er hat sich fast ausschließlich mit ihr und der Folgezeit beschäftigt. So in seinem fünfbändigen unvollendeten Hauptwerk "History of England from the Accession of James II." (erschienen 1849-61), mit einem nachgelassenen Schlußkapitel bis 1702 reichend. Historischen Gegenständen der gleichen Periode galten auch die meisten für die Edinburgh Review geschriebenen Aufsätze (1843 zum erstenmal aufgelegt als "Critical Historical Essays"), ebenso einige der nicht weniger berühmten "Biographical Essays" der vierziger Jahre, ursprünglich für die Encyclopaedia Britannica verfaßt.

Aufnahme in den Orden 1853.