Thomas Stearns Eliot

Dichter

Geboren am 26. September 1888 in Saint Louis (Missouri), USA
Gestorben am 4. Januar 1965 in London, Großbritannien

T. S. Eliot entstammte einer begüterten Familie in New England, die eine akademisch-literarische Tradition begründet hatte. Er wuchs in St. Louis auf, wo er eine humanistische Ausbildung erhielt. Sein Studium begann 1906 an der Harvard-University, wo er seinen MA 1910 machte, um anschließend an der Sorbonne, an der Harvard-Graduate-School und 1914 am Merton College Oxford weiterzustudieren und eine Dissertation über ein philosophisches Thema abzuschließen. In den Kriegsjahren unterrichtete er zunächst an der Highgate School in London, arbeitete von 1917 bis 1925 an der Lloyds Bank in London, gab von 1922 an die wichtige Zeitschrift "Criterion" heraus und wurde 1925 Mitdirektor des Verlags Faber & Faber. 1927 erwarb er die britische Staatsangehörigkeit und trat der anglikanischen Hochkirche bei. 1948 wurde er mit dem Nobelpreis für Literatur und dem Order of Merit ausgezeichnet. Zahlreiche Universitäten, darunter auch München, verliehen ihm die Ehrendoktorwürde.

T. S. Eliot gehört zu den Großen der englischen Literatur. Sowohl als Dichter wie als Dramatiker und Kritiker leistete er Außergewöhnliches, beging neue Wege und übte einen maßgeblichen Einfluß auf die nachfolgende Generation aus. Bereits seine erste größere Dichtung "Waste Land" (1922) erregte Aufsehen im literarischen Europa, wurde von E. R. Curtius (1952) übersetzt und kommentiert. Er begann als Revolutionär und Skeptiker, um in seinem späteren Werk sich zu einem Bewahrer und Erneuerer der Tradition und zu einem tiefgläubigen Menschen zu wandeln.

Aufnahme in den Orden 1959.