Walther Wilhelm Georg Bothe

Physiker

Geboren am 8. Januar 1891 in Oranienburg
Gestorben am 8. Februar 1957 in Heidelberg

Bothe, Sohn eines Uhrmachermeisters, war in Berlin Schüler von Max Planck (1915), von 1920 bis 1930 an der Physikalisch-Technischen Reichsanstalt in Charlottenburg tätig, 1930 Professor in Gießen, ab 1932 in Heidelberg, dort von 1934 an Direktor des Instituts für Physik am Kaiser-Wilhelm-/Max-Planck-Institut für Medizinische Forschung.

Er war maßgebend an der Entwicklung der modernen Physik beteiligt durch richtungweisende experimentelle und theoretische Arbeiten zur Kernphysik sowie durch Entdeckung der künstlichen Anregung von Kern-Gamma-Strahlung. Wichtig auch seine Forschungen über radioaktive Strahlung und Höhenstrahlung. Mit der Botheschen Coinzidenzmethode führte er den Nachweis der Gültigkeit des Energiesatzes bei der einzelnen Compton-Streuung eines Photons. 1954 Nobelpreis für Physik — zusammen mit Max Born.

Aufnahme in den Orden 1952.