Wilhelm Dilthey

Philosoph

Geboren am 19. November 1833 in Biebrich
Gestorben am 3. Oktober 1911 in Seis (Tirol), Österreich

VITA

Dilthey hat ursprünglich Theologie studiert, sich anschließend der allgemeinen Geistesgeschichte zugewandt. Promovierte 1864 in Berlin mit einer Arbeit über Schleiermacher, von der nur ein erster Band erschien. Professor in Basel (1866), in Kiel (1868), in Breslau (1871), schließlich 1882 in Berlin, wo er bis 1905 wirkte.

1883 erschien seine "Einleitung in die Geisteswissenschaften", die vor allem seinen Ruhm begründete. Von Zeitgenossen wurde Dilthey als der Schöpfer einer geschichtsbezogenen Lebensphilosophie angesehen, aus der eine geisteswissenschaftliche Schule entstand mit Namen wie B. Groethuysen, G. Misch, H. Nohl, E. Spranger (1952), Th. Litt (1952). Aus dem zu Diltheys Lebzeiten nicht vollständig publizierten Werk wurden mehrere Arbeiten bis in die neueste Zeit in Nachlaßbänden veröffentlicht, die zu dem immer noch andauernden Einfluß ihres Verfassers auf dem Gebiet der philosophisch begründeten Geistesgeschichte beitrugen.

Aufnahme in den Orden 1908.