Wilhelm Schulze

Indogermanist

Geboren am 15. Dezember 1863 in Burgsteinfurt (Westfalen)
Gestorben am 16. Januar 1935 in Neubabelsberg

VITA

Schulze teilte sein Studium in Berlin und Greifswald, wo er 1887 promovierte, zwischen indogermanischer Sprachwissenschaft und klassischer Philologie. Für diese habilitierte er sich 1890 in Greifswald, ging aber 1892 als a. o. Professor für Indogermanistik nach Marburg, 1895 als o. Professor nach Göttingen, 1902 als Nachfolger von Johannes Schmidt nach Berlin. Seit 1903 in der Preußischen Akademie.

Nach den für die homerische Sprache und Metrik wichtigen "Quaestiones epicae" (1892) hat er in dem Buch "Zur Geschichte der lateinischen Eigennamen" (1904) in glänzender Methode grundlegende Einsichten in die stark etruskisch beeinflußten Frühschichten des Lateinischen vermittelt. Die Weite seines Schaffens wird in den 1934 erschienenen "Kleinen Schriften" erkennbar.

Aufnahme in den Orden 1931.