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Jacques Tits

Mathematiker

Jacques  Tits

Mathematiker

Geboren am 12. August 1930 in Uccle, Belgien
Gestorben am 5. Dezember 2021 in Paris, Frankreich
Unterschrift
Jacques  Tits

Tits studierte Mathematik in Brüssel. Bereits 1950 promovierte er, vier Jahre später wurde ihm die Venia legendi verliehen.

Zwischen 1948 und 1964 forschte und lehrte Tits an der Universität Brüssel sowie gelegentlich an verschiedenen amerikanischen Universitäten, besonders fruchtbar wurden für ihn drei Semester (1951-1952, 1963) am Institute for Advanced Study in Princeton. 1964 wurde er an die Universität Bonn als Ordentlicher Professor berufen. Von 1973 bis 2000 hatte er den Lehrstuhl für Gruppentheorie am Collège de France inne. Seit 1979 ist er Mitglied der französischen Akademie der Wissenschaften.

Schon mit seinen ersten Arbeiten erfuhr Tits internationale Anerkennung. Er befasste sich zu dieser Zeit mit den gruppentheoretischen Grundlagen der projektiven Geometrie. Mit seiner Habilitationsschrift gelangte er dann zum Schwerpunkt seiner wissenschaftlichen Tätigkeit. Er entwickelte eine wirksame Methode zur geometrischen Untersuchung der einfachen Lieschen Gruppen. Diese erwies sich auf viel breitere Gebiete (algebraische Gruppen, Kac-Moody-Gruppen etc.) anwendbar und wird jetzt unter dem Namen "Theorie der Gebäude" allgemein bekannt. Der daraus hergekommene Begriff "Zwillingsgebäude" hat in neueren Untersuchungen eine wesentliche Rolle gespielt. Die durch diese Theorie gesammelten Erfahrungen führten ihn — in Zusammenarbeit mit A. Borel und später mit F. Bruhat — zu grundsätzlichen Struktursätzen der "relativen" Theorie.

Er erhielt zahlreiche nationale und internationale Ehrungen und Auszeichnungen.

Aufnahme in den Orden 1995
Bildergalerie
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Jacques  Tits in Bildern der Tagungen des Ordens

Jahrestagung 1996, Sitzung der Ordensmitglieder im Palais Schaumburg, Bonn, am 3. Juni 1996
rechte Seite (v. r. n. l.): Niklaus Wirth, Eberhard Jüngel, Hermann Haken, Friedrich Hirzebruch, Jacques Tits, Horst Fuhrmann, Hans Georg Zachau, linke Seite (v. l. n. r): Sir Henry Chadwick, Albrecht Dihle, Bernard Andreae, Fritz Stern, Gordon A. Craig, Ernst-Joachim Mestmäcker

Öffentliche Sitzung in der Aula der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität, Bonn, am 4. Juni 1996
Jacques Tits bei seinen Dankesworten nach der Ordensübergabe durch den Ordenskanzler Hans Georg Zachau

Verleihung des Großen Verdienstkreuzes mit Stern an die ausländischen Mitglieder des Ordens 2009
Botschafter Reinhard Schäfers und Mechthild Schäfers anlässlich der Verleihung des Großen Bundesverdienstkreuzes mit Stern an Jacques Léon Tits in Begleitung seiner Frau Marie-Jeanne Tits-Dunaide in Paris

1996
1996
2009