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Svante Pääbo

Genetiker

Svante  Pääbo

Genetiker

Geboren am 20. April 1955 in Stockholm, Schweden
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Svante  Pääbo

Svante Pääbo ist seit 1997 Direktor der Abteilung Evolutionäre Genetik des Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig. Er ist einer der Begründer der Molekulararchäologie bzw. Paläogenetik; einer Disziplin, die sich auf Methoden der Genetik stützt, um frühe menschliche und andere Populationen zu untersuchen und festzustellen, von welchen Lebewesen heutige Organismen abstammen.

Als Sohn der Chemikerin Karin Pääbo und des Nobelpreisträgers Sune Bergström wuchs Pääbo in Stockholm auf. Er begann 1975 an der Universität Uppsala Ägyptologie, Russisch und Wissenschaftsgeschichte zu studieren, und wurde im Jahr 1986 über ein zellbiologisches Thema promoviert. Er setzte seine Forschungen am Institut für Molekularbiologie II der Universität Zürich, am Imperial Cancer Research Fund in London und mit einem dreijährigen Forschungsstipendium an der Abteilung Biochemie der University of California, Berkeley fort. Über Nacht weltberühmt wurde er, als es ihm 1985 erstmals gelang, aus 23 mumifizierten Leichen kurze Abschnitte des Erbmaterials DNA zu isolieren und zu untersuchen. Er wurde 1990 als Professor für Allgemeine Biologie und Zoologie an die Ludwig-Maximilians-Universität in München berufen. 1997 wurde er als Gründungsmitglied des Max-Planck-Instituts für Evolutionäre Anthropologie in Leipzig berufen und übernahm die Leitung der Abteilung Evolutionäre Genetik.

Seine Forschungen, die wesentliche Beiträge zur Abstammung des Menschen geliefert haben, wurden mit zahlreichen nationalen und internationalen Auszeichnungen gewürdigt: u. a. erhielt er den Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft (1992). Es folgten u.a. die Max-Delbrück-Medaille (1998), Carus-Medaille und -preis (1999), der Rudbeck-Preis (2000), der Leipziger Wissenschaftspreis (2003), der Ernst-Schering-Preis (2003),  der Louis-Jeantet-Preis für Medizin und die Virchow-Medaille (2005), der Kistler-Preis (2009), die Theodor-Bücher-Medaille (2010) und der Nobelpreis (2022).  

Svante Pääbo ist u.a.- Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, der Königlich-Schwedischen Akademie der Wissenschaften, der Nationalen Deutschen Akademie der Natuforscher Leopoldina, der Finnish Society of Sciences and Letters, und der National Academy of Sciences in Washington, DC.

Aufnahme in den Orden 2008
Festvortrag
2018Die Neandertaler in uns oder wie unsere Vorgänger in uns weiterleben – eine Zusammenfassung
Bildergalerie
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Svante  Pääbo in Bildern der Tagungen des Ordens

Jahrestagung des Ordens in Berlin 2009
Angeregtes Gespräch: Robert Weinberg, Dani Karavan, Gerhard Casper (oben), Eric Kandel, Svante Pääbo (von links nach rechts)

Interne Kapitelsitzung im Frühjahr in Berlin 2011
Svante Pääbo und Anton Zeilinger

Empfang des Staatsministers Bernd Neumann 2011
Stig Strömholm und Svante Pääbo im Gespräch mit Elisabeth Sifton und Linda Viligant

Interne Kapitelsitzung in Berlin am 3. Juni 2012
Walter Gehring lesend, daneben Rudolf Jaenisch und Svante Pääbo

Öffentliche Sitzung im Konzerthaus in Berlin am 9.6.2013
Svante Pääbo mit Brigitte Doleschel und Robert Huber

Öffentliche Sitzung im Konzerthaus Berlin 2018
Svante Pääbo hält den Festvortrag »Die Neandertaler in uns – wie unsere Vorfahren in uns weiterleben«

Robert Huber, Svante Pääbo und Erwin Neher im Gespräch

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