Mitglieder / Theodor  Schieder

Theodor Schieder

Historiker

Theodor  Schieder

Historiker

Geboren am 11. April 1908 in Oettingen (Schwaben)
Gestorben am 8. Oktober 1984 in Köln
Unterschrift
Theodor  Schieder

Nach Gymnasialbesuch in Augsburg Studium von 1926 bis 1931 vornehmlich in München. 1933 Promotion mit einer Dissertation über die Parteikämpfe um die Reichsgründung 1871. Im Anschluß daran in Königsberg/Ostpreußen am Preußischen Geheimen Staatsarchiv tätig, dort trat er in Berührung mit Hans Rothfels. Schieder habilitierte sich 1939 in Königsberg mit der Schrift "Deutscher Geist und ständische Freiheit im Weichselland (1569-1772/73)" und wurde 1942 Ordinarius. Nach einer durch das Kriegsende bedingten Zwangspause erhielt er 1948 einen Ruf an die Universität Köln, an der er bis zu seiner Emeritierung 1976 lehrte.

Schieder hatte an der Selbstfindung und Etablierung der Geschichtswissenschaft nach dem zweiten Weltkrieg in der Bundesrepublik Deutschland erheblichen Anteil. Von 1957 bis zu seinem Tode stand er der Schriftleitung der "Historischen Zeitschrift" vor und verantwortete die Herausgabe des siebenbändigen "Handbuchs der europäischen Geschichte" (1968-1981), von dem er weite Teile selbst verfaßte. 

Im Auftrag der Bundesregierung erstellte er seine fünfbändige "Dokumentation der Vertreibung der Deutschen aus Ost-Mitteleuropa" (1954-1961). Zahlreiche und wegweisende eigene Arbeiten veröffentlichte er aus dem Bereich historischer Anthropologie, der Methodologie und der Verbindung der nationalen mit der europäischen Geschichte. Daneben stehen weitere umfassende, vor allem auf das Verständnis der historischen Vorgänge abzielende Darstellungen wie z. B. "Staatensystem als Vormacht der Welt 1848-1918" (1977). Um die Individualität innerhalb des Zeittypischen bemüht sich Schieders letztes Werk: "Friedrich der Große. Ein Königtum der Widersprüche" (1983).

Aufnahme in den Orden 1971
Gedenkworte
Festvortrag
1974Politisches Handeln aus historischem Bewußtsein
Reden
1981Friedrich der Große und Machiavelli - Das Dilemma von Machtstaat und Aufklärung
1980Das Bild der Bundesrepublik Deutschland und deutscher Kultur im Ausland
1982Eigene Erfahrungen und Wirkungen von Wissenschaft und Kunst. Ausführungen von Ordensmitgliedern bei der internen Tagung in Goslar
Bildergalerie
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Theodor  Schieder in Bildern der Tagungen des Ordens

Überreichung der Ordensinsignien an Theodor Schieder in der Universität Köln am 11. Juli 1971
links: Theodor Schieder, rechts: Ordenskanzler Kurt Bittel

Sitzung des Ordenskapitels im Bundespräsidialamt in Bonn am 28. Mai 1973
von links nach rechts: Rudolf Hillebrecht (Rückseite). Ordenskanzler, Hans Kienle, Hans Wimmer, Theodor Schieder, Hans Georg Gadamer, Karl Rahner, Adolf Butenandt, Sir Hans Adolf Krebs, Marie Luise v. Kaschnitz, Walther Gerlach, Hugo Friedrich

Empfang bei Bundespräsident D. Dr. Gustav W. Heinemann anläßlich der Jahrestagung in Bonn
am 29. Mai 1973 in der Villa Hammerschmidt
von links nach rechts: Frau Heisenberg, Werner Heisenberg, Frau Heinemann, Theodor Schieder, Bundespräsident, Ordenskanzler, Frau Eschenburg, Hans Kienle, Theodor Eschenburg

Überreichung des Ordenszeichens an Golo Mann während der Kapitelsitzung im Bundespräsidialamt in Bonn am 28. Mai 1974
stehend von links nach rechts: Golo Mann, Theodor Schieder, Kurt Bittel, sitzend von links nach rechts: (Vorderansicht) Feodor Lynen, Walther Gerlach, Maria Wimmer, Adolf Butenandt, (verdeckt Werner Heisenberg und Franz Wieacker), Helmut Coing, Marie Luise von Kaschnitz

Empfang bei Bundespräsident Walter Scheel anläßlich der Jahrestagung in Bonn am 2. Juni 1976 in der Villa Hammerschmidt
von links nach rechts: Feodor Lynen, François-Louis Ganshof, Andreas Alföldi, Sir Hans Adolf Krebs, Emil Staiger, der Bundespräsident, (fast verdeckt) Theodor Eschenburg, Ordenskanzler Kurt Bittel, Franz Wieacker, Thrasybulos Georgiades, Carl Friedrich von Weizsäcker. Gruppe dahinter: Hans Erich Nossack, Manfred Eigen, Walter Rossow, Theodor Schieder, Frau Maria Wimmer

Interne Ordenstagung am 9. Oktober 1976 in Passau
Begrüßung im Rathaussaal der Stadt Passau, von links nach rechts (Erste Reihe): Rudolf Hillebrecht, Sir Hans Adolf Krebs, Lady Krebs, Frau Brichta, Theodor Schieder, Bürgermeister Dr. Brichta, George F. Kennan, Peter Huchel, Hans Erich Nossack, Wolfgang Gentner, Heinz Maier-Leibnitz

Öffentliche Sitzung am 7. Juni 1977 in der Paulskirche in Frankfurt
von links nach rechts (Erste Reihe): Rudolf Hillebrecht, Hans Wimmer, Hans-Georg Gadamer, Theodor Schieder, Rolf Gutbrod, Walter Rossow, Frau Bittel, Ordenskanzler Kurt Bittel, Bundesratspräsident Dr. Bernhard Vogel, Ministerpräsident Holger Börner, Frau Berg

Ordenstagung in Bonn, Sitzung der Ordensmitglieder im Palais Schaumburg am 29. Mai 1978
von links nach rechts: Stephan Kuttner, Andreas Alföldi, Maria Wimmer, Theodor Schieder, Friedrich August von Hayek, Helmut Coing, Sir Ernst Gombrich, Adolf Butenandt, Hansjochem Autrum, Bartel Leendert van der Waerden, Hans-Georg Gadamer, Emil Staiger

Öffentliche Sitzung am 3. Juni 1980 in der Aula der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität in Bonn
von links nach rechts (Erste Reihe linke Seite): Sir Hans Krebs, Kurt Bittel, Andreas Alföldi, Bürgermeister Jürgen Endemann, Prof. Dr. Hans-Jacob Krümmel, Staatssekretär Dr. Siegfried Fröhlich, Frau Krümmel, Bundespräsident Prof. Dr. Karl Carstens, zweite Reihe: Hansjochem Autrum, B. L. van der Waerden, C. F. Frhr. von Weizsäcker, Sir Ronald Syme, Theodor Eschenburg, erste Reihe (rechte Seite): Sir Ernst Gombrich, Hans-Georg Gadamer, Elias Canetti, Rolf Gutbrod, Fritz Schalk (verdeckt), Theodor Schieder, Rudolf Hillebrecht, Walter Rossow, zweite Reihe: Franz Wieacker, Hans Wimmer, F. A. von Hayek, Gerd Meyer-Schwickerath, Maria Wimmer, Helmut Coing

Ordenssitzung in der Villa Hammerschmidt in Bonn am 30. Mai 1983
linke Seite: Franz Wieacker, Werner Reichardt, Manfred Eigen, Wolfgang Paul, George Kennan, Elias Canetti, rechte Seite: Lord Alexander Todd, Sir Ronald Syme, György Ligeti, Theodor Schieder, Rudolf Hillebrecht, Heinz Maier-Leibnitz, Adolf Butenandt

Begrüßung in der Villa Hammerschmidt durch Bundespräsident Prof. Dr. Karl Carstens anläßlich der Ordenstagung am 4. Juni 1984     
von links nach rechts: Sir Ronald Syme, George Kennan, Hans Georg Zachau, Manfred Eigen, Adolf Butenandt, Theodor Eschenburg, Leopold Reidemeister, Emil Schumacher, Rolf Gutbrod, Hansjochem Autrum, Sir Bernard Katz, Stephan Kuttner, Maria Wimmer, Eugène Ionesco, Hendrik B. G. Casimir, Franz Wieacker, Gerd Meyer-Schwickerath, Hans-Georg Gadamer, Golo Mann, Theodor Schieder, Kurt Bittel

1971
1973
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1974
1976
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